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Das Berchtesgadener Land zählt zu den schönsten Wanderregionen Deutschlands: Über 230 km markierte Wege, ein Nationalpark vor der Haustür und fast jeden Tag Bergkino pur. Die schönsten leichten Wanderungen in Berchtesgaden führen dabei rund um den türkisblauen Hintersee, durch die wildromantische Wimbachklamm oder zum Malerwinkel am Königssee. Alle mit Einkehrmöglichkeiten und perfekt für Familien, Kinder und Einsteiger. Hier kommen unsere 8 leichten Lieblinwanderungen in Berchtesgaden.
1. Hintersee-Rundweg mit Zauberwald
Sehr leicht | 3,6 km | 40 hm | ca. 1 – 1,5 Std.
Wenn es eine leichte Wanderung gibt, die das Berchtesgadener Land auf 3,6 Kilometern perfekt zusammenfasst, dann ist es dieser Rundweg. Der türkisblaue und glasklare Hintersee liegt eingebettet zwischen Reiteralpe, Hochkalter und den Ramsauer Wäldern.
Kurze Wegbeschreibung:
Einen Aufstieg gibt es hier praktisch nicht und der Weg umrundet den See auf einem bestens ausgebauten Pfad mit gerade mal 40 Höhenmetern. Los geht’s am Parkplatz Seeklause. Von hier führt die Route direkt in den magischen Zauberwald mit seinen moosbedeckten Felsblöcken, mehreren Holzstegen und dem kristallklaren Bach. Im Anschluss läufst du den Großteil der Strecke am Ufer des Hintersees entlang. Der Weg ist durchgehend breit und auch mit einem geländetauglichen Kinderwagen zu meistern.
Einkehr:
Das Gasthaus Seeklause liegt direkt am Ufer. Mit frischer Forelle aus der Region und einer Sonnenterrasse mit Seeblick.
Unser Tipp:
Im Sommer während den Ferienzeiten lieber früh morgens oder abends nach 17 Uhr starten. Mittags wird es hier recht schnell voll. Im Herbst und im Winter lohnt sich der Rundweg genauso: der Hintersee bei bunten Blättern oder im Schnee ist ein echtes Alpenmärchen.
Die genaue Route rund um den Hintersee findest du auf unserem Komoot-Profil.
Mehr Infos zum Hintersee gibt’s außerdem in diesem Beitrag: Hintersee bei Ramsau
Start:
Parkplatz Seeklause
Dauer:
ca. 1 – 1,5 Stunden
Kinder:
ab 4 Jahren / Kinderwagen: Ja (außer im Zauberwald)
Winter:
Ganzjährig möglich, traumhaft im Schnee
Länge:
3,6 km
Höhenmeter:
40 hm
Hund:
Leinenpflicht im Nationalpark
Einkehr:
Gasthof Seeklause + mehrere Gasthäuser in Seenähe
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2. Malerwinkel-Rundweg am Königssee
Leicht | 3,8 – 4,55 km | 160 hm | ca. 1,5 – 2 Std.
Der Malerwinkel ist nicht nur eine der leichtesten Wanderungen in Berchtesgaden, sondern auch der berühmteste Aussichtspunkt auf den Königssee. Von hier blickst du auf das smaragdgrüne Wasser mit seinen gigantischen Feldwänden und siehst die Schiffe an dir vorbeiziehen. Kein Wunder, dass Generationen von Malern genau diese Perspektive gesucht haben (daher auch der Name „Malerwinkel“).
Kurze Wegbeschreibung:
Vom Parkplatz am Königssee geht’s zuerst zum Seeufer und der Bootsanlegestelle. Ab hier folgst du nun dem Ufer in Richtung Süden, passierst die Bootshäuser und nimmst den gut markierten Malerwinkelweg. Es geht auf breiten Forstwegen moderat durch lichten Wald bergauf und bereits nach ca. 15 Minuten erreichst du eine Abzweigung, die dich rechts zum eigentlichen Aussichtspunkt bringt. Bei den zwei Bänken lohnt sich ein kurzes Päuschen. Das Panorama hier ist nicht von dieser Welt!
Im Anschluss führt der Rundweg durch den Wald wieder bergauf und du bekommst weitere tolle Ausblicke auf den See geboten. Außerdem kannst du nach ca. der Hälfte des Weges noch einen optionalen Abstecher nach rechts zur ausgeschilderten Rabendwand machen. Ein weiterer lohnenswerter Aussichtspunkt, der Weg hierher ist allerdings rot markiert und somit mittelschwer.
Bergab verläuft die Strecke dann wieder breit angelegt durch den Wald. Zuerst bis zur Talstation der Jennerbahn und von hier wieder zurück zum Parkplatz. Bei Nässe und Eis (im Winter) aufpassen. Der Weg kann rutschig sein.
Einkehr:
Unbedingt an der Gaststätte Jenner-Kaser an der Talstation. Extrem urig mit einem richtigen guten Deifi („Teufelstoast“).
Unser Tipp:
Vor 9 Uhr oder nach 16 Uhr starten. Dazwischen ist teilweise die Hölle los. Besonders in den Ferien.
Auch für diese Wanderung findest du die genaue Route auf unserem Komoot-Profil.
Start:
Großparkplatz Königssee
Dauer:
ca. 1,5 Std. (mit Rabenwand ca. 2 Std.)
Kinder:
ab 4 Jahren / Kinderwagen: Ja (ohne Rabenwand)
Winter:
Möglich, bei Eis Grödel empfohlen
Länge:
3,8 km
Höhenmeter:
160 hm
Hund:
Leinenpflicht im Nationalpark
Einkehr:
Jenner-Kaser an der Jennerbahn-Talstation
3. Wimbachklamm
Leicht | ca. 2 km (Hin & Zurück) | 70 hm | ca. 1 Std.
Die Wimbachklamm ist zwar nur 200 Meter lang, aber dennoch ein absolutes Muss. Zwischen mächtigen Felswänden tobt der kristallklare Wimbach durch eine enge Schlucht, kleinere Wasserfälle stürzen von den Wänden, alles ist bemoost und im Sommer herrlich kühl.
Kurze Wegbeschreibung:
Vom Parkplatz Wimbachbrücke folgst du dem Weg bergauf, vorbei an Schafweiden und dem Wollstadl. Direkt dahinter befindet sich der Münzautomat für den Eintritt (4 € p.P., Stand 2026 – nur Bargeld und Scheine bis 20 €). Kurz danach zweigt dann der Weg links ab in die Klamm. Du betrittst sie durch ein Drehkreuz und wanderst die 200 Meter auf Holzstegen durch die wildromantische Schlucht. Am Ende wartet dann ein zweites Drehkreuz als Ausgang. Zurück zum Eingang geht’s nun auf dem parallel verlaufenden Forstweg oberhalb der Klamm.
Einkehr:
Wer nach der Klamm noch Lust auf mehr hat, kann auf einem breiten und nur leicht ansteigendem Weg weiter ins Wimbachtal. Nach ca. 1 Stunde erreichst du dann das Wimbachschloss als urige Einkehrmöglichkeit. Ansonsten lohnt sich auch das Essen im Wirtshaus Hocheck nicht weit vom Parkplatz entfernt.
Unser Tipp:
Unbedingt vor deinem Besuch Kleingeld mitnehmen. Der Automat nimmt keine EC-Karte. Außerdem empfehlen wir dir tatsächlich einen Besuch nach oder während leichtem Regen. Die Klamm wirkt dadurch noch mystischer.
Mehr Infos in diesem Beitrag: Wimbachklamm in Ramsau
Start:
Parkplatz Wimbachbrücke
Dauer:
ca. 1 Std.
Kinder:
ab 4 Jahren / Kinderwagen: Nein (Stufen, Steigtritt)
Winter:
Geschlossen (November – Mai)
Länge:
ca. 2 km (Hin & Zurück)
Höhenmeter:
80 hm
Hund:
Erlaubt, angeleint (Schafweiden am Weg!)
Einkehr:
Wirtshaus Hocheck oder Wimbachschloss
4. Soleleitungsweg
Sehr leicht | 7 – 12 km (je nach Variante) | 60 hm | 3 – 4 Std.
Ein guter Tipp für alle, die keine Lust auf Steigung haben, aber trotzdem echtes Bergpanorama wollen: Der Soleleitungsweg ist ein beeindruckender Höhenweg und läuft über dem Ramsauer Tal fast vollständig eben dahin. Außerdem öffnen sich immer wieder Traumkulissen auf Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe.
Kurze Wegbeschreibung:
Die Streckenführung ist denkbar einfach: du startest am Gasthaus Zipfhäusl (bequemster Einstieg) und folgst der gelben Beschilderung nach Osten Richtung Söldenköpfl. Der Weg schlängelt sich am Südhang der Ramsau entlang, teils im Wald, teils auf offenem Gelände mit weitem Blick ins Tal.
Auf dem Weg liegt sogar ein kurzer begehbarer Tunnel sowie Informationstafeln zu den originalen Holzröhren der historischen Sole-Pipeline von 1817. Ziel ist dann die Berggaststätte Söldenköpfl. Von hier geht’s anschließend den gleichen Weg zurück.
Einkehr:
Der Berggasthof Söldenköpfl liegt direkt am Berghang mit geiler Aussicht und zünftiger bayrischer Küche. Auch der Gasthof Zipfhäusl zu Beginn und Ende der Wanderung lohnt sich als Einkehr. Hier gibt’s die beste Schweinshaxe weit und breit.
Unser Tipp:
Im Winter ist der Soleleitungsweg einer der wenigen geräumten Wege in der Region. Rerfekt für eine entspannte Schneewanderung ohne Grödel.
Die genaue Route für diese leichte Wanderung in Berchtesgaden findest du auf unserem Komoot-Profil.
Start:
Parkplatz beim Gasthaus Zipfhäusl
Dauer:
ca. 3 – 4 Std. (je nach Einkehrdauer)
Kinder:
ab 4 Jahren / Kinderwagen: ja
Winter:
Geräumt & gestreut – ganzjährig möglich
Länge:
12 km (Hin- & Zurück)
Höhenmeter:
ca. 60 hm
Hund:
Erlaubt
Einkehr:
Berggaststätte Söldenköpfl oder Gasthof Zipfhäusl
5. Mordaualm ab Taubensee
Leicht | ca. 5,7 km (Hin & zurück) | 310 hm | ca. 1,5 – 2 Std.
Tolle Almen gibt es genug in Berchtesgaden, doch unser Favorit ist definitiv die Mordaualm. Sie liegt oberhalb des Ramsauer Tals fast ein bisschen versteckt und ist genau deshalb ein echter Ruhepol gegenüber den volleren Spots der Region. Nach nur 1 Stunde Fußmarsch kannst du dich bei dieser leichten Wanderung in Berchtesgaden nicht nur auf einen unglaublichen Bergblick freuen, sondern auch auf die beste Brotzeit weit und breit.
Kurze Wegbeschreibung:
Start ist am Parkplatz Taubensee. Von hier geht’s gut ausgeschildert einfach der Nase nach Richtung Mordaualm. Zuerst über eine offene Almwiese, danach in den schattigen Wald hinein. Die Strecke durch den Bergwald verläuft auf sehr breiten und technisch einfachen Forstraßen, ist mit rund 310 Höhenmetern auf kurzer Strecke aber etwas steiler als die übrigen Touren in dieser Liste. Dennoch ist die Wanderung sowohl für fitte Kinder als auch Einsteiger absolut machbar. Nach dem Waldabschnitt stößt du schließlich auf die offenen und idyllischen Almflächen rund um die Mordaualm. Zurück zum Parkplatz geht’s auf gleichem Weg.
Einkehr:
An der Mordaualm gibt es drei verschiedene Hütten, die alle unterschiedliche Speißen anbieten. Wir empfehlen dir die Almhütte „Hinterkeilhofkaser“. Es ist die hinterste der drei Hütten. Du musst hier unbedingt die Brotzeitplatte mit selbstgemachtem Käse, Wurst und Brot probieren. Besser geht’s nicht! Die Mordaualm bewirtet Gäste übrigens nur in der Sommersaison, im Winter ist sie zu.
Die genaue Route zur Mordaualm findest du wie immer auf unserem Komoot-Profil.
Start:
Parkplatz Taubensee
Dauer:
ca. 1,5 – 2 Std. (je nach Einkehrdauer)
Kinder:
ab 5 Jahren / Kinderwagen: nein, sehr steil
Winter:
Möglich mit Grödeln oder Schneeschuhen
Länge:
5,7 km
Höhenmeter:
310 hm
Hund:
Erlaubt, Leinenpflicht an der Alm
Einkehr:
Mordaualm (im Sommer)
6. Kneifelspitze ab Maria Gern
Leicht | 7,5 km | 500 hm | ca. 3 Std. (Rundtour)
Die Kneifelspitze gilt als Hausberg der Berchtesgadener und das absolut zurecht. Mit 1.189 Metern ist sie kein Riese, aber die Lage mitten im Talkessel bietet dir oben eins der besten Panoramen der Region. Von hier hat man die gesamten Berchtesgadener Alpen im Blick: Watzmann, Hochkalter, Hoher Göll, Steinernes Meer und wie sie nicht alle heißen.
Kurze Wegbeschreibung:
Start ist direkt bei der malerischen Wallfahrtskirche Maria Gern, einem der bekanntesten Wahrzeichen der Region. Von hier geht’s zunächst recht steil über eine normale Straße bergauf ehe rechts ein schmaler Waldweg in gemäßigter Steigung bis zum tollen Aussichtspunkt Marxenhöhe führt. Anschließend wanderst du abwechselnd über aussichtsreiche Almwiesen und kühlere Waldabschnitte weiter Richtung Kneifelspitze. Das letzte Waldstück hat es nochmal in sich: auf breiten Forstwegen ist es zwar einfach zu gehen, aber ganz schön steil. An der Kneifelspitze angekommen erwartet dich dafür ein echtes Highlight: der Traumblick von der Paulshütte und eine leckere Einkehr. Auch der kurze Abstecher zum „Aussichtspunkt Salzburg“ lohnt sich. (ca. 5 Min.)
Runter geht’s zuerst auf gleichem Weg, dann aber nach rechts zur Abzweigung „Maria Gern über Lauchlehen“. In engen Kehren wanderst du über wurzelige Waldpfade bergab (Trittsicherheit wichtig, Schwindelfreiheit nicht), ehe die Route wieder breiter und einfacher wird. Am Ende der Tour taucht dann die steile Straße vom Berginn auf, die zurück zum Parkplatz führt.
Einkehr:
Die Paulshütte liegt direkt am Gipfel und der Blick von der Sonnenterrasse ist schlicht unschlagbar. Wir waren schon oft hier und bekommen jedes Mal aufs neue Gänsehaut. Hier kann man wirklich stundenland sitzen und einfach nur staunen.
Unser Tipp:
Auch als leichte Winterwanderung in Berchtesgaden gut machbar! Aber bitte nur mit Grödeln, da es teilweise recht eisig und somit gefährlich sein kann.
Die genaue Route zur Kneifelspitze findest du auf unserem Komoot-Profil.
Start:
Wallfahrtskirche Maria Gern (Berchtesgaden)
Dauer:
ca. 3 Std.
Kinder:
ab 8 Jahren / Kinderwagen: Nein
Winter:
Als Winterwanderung geeignet
Länge:
7,5 km (Rundtour)
Höhenmeter:
500 hm
Hund:
Erlaubt (Trinkstelle an Hütte)
Einkehr:
Paulshütte direkt am Gipfel
7. Toter Mann
Leicht | 6 km | 410 hm | ca. 2 – 3 Std.
Der Name klingt düster, die Aussicht ist legendär. Der Tote Mann auf 1.392 Metern ist die leichteste Möglichkeit, um im Berchtesgadener Land echtes Gipfelfeeling mit Watzmann-Blick zu erleben. Und das auf einfachen Wegen.
Kurze Wegbeschreibung:
Vom Parkplatz an der Schwarzecker Straße überquerst du zuerst die Straße und folgst dann dem bestens ausgeschilderten Wanderweg Richtung Toter Mann (Verlaufen unmöglich). Breite Forstwege mit moderater Steigung führen durch schattige Tannenwälder, die auch immer wieder den Blick auf die umliegenden Gipfel freigeben. Nach etwa 60 Minuten erreichst du dann eine Abzweigung: links geht es zur Berggaststätte Hirschkaser, rechts zum Gipfel des Toten Manns. Du biegst zuerst rechts ab und stehst nur wenige Minuten später auf der weitläufigen Gipfelwiese mit Traumblick.
Anschließend geht’s zurück zur Abzweigung und nun weiter zur Berggaststätte Hirschkaser. Sie liegt am Hochschwarzeck und der Ausblick von hier ist fast noch besser als vom Toten Mann. Für den Abstieg hast du nun zwei Möglichkeiten: entweder auf gleichem Weg zurück oder über die etwas steilere Bergwiese, die direkt vor der Gaststätte nach unten führt. Trittsicherheit ist hier wichtig, dafür bekommst du aber auch Dauerpanorama.
Einkehr:
Die Berggaststätte Hirschkaser lohnt sich immer! Nicht nur wegen der genialen Sonnenterasse mit Aussicht, sondern weil das Essen ziemlich gut ist. Vor allem der Apfelstrudel und die Brezen-Brotzeit mit Obazda sind zwei ganz große Empfehlungen.
Unser Tipp:
Links neben der großen kostenpflichtigen Parkfläche gibt’s einen kleinen kostenlosen Parkstreifen. Der ist an Wochenenden schnell voll, also lieber früher kommen.
Mehr Infos in diesem Beitrag: Toter Mann Wanderung
Die genaue Route zum Toten Mann gibt’s auf unserem Komoot-Profil.
Start:
Parkplatz Schwarzecker Str. 58, Ramsau
Dauer:
ca. 2 – 3 Std.
Kinder:
ab 6 Jahren / Kinderwagen: Nein
Winter:
Als Winterwanderung geeignet
Länge:
ca. 6 km (als Rundtour möglich)
Höhenmeter:
410 hm
Hund:
Erlaubt
Einkehr:
Berggaststätte Hirschkaser (1.391 m)
8. Übers Klausbachtal zur Bindalm
Leicht | 14,5 km | 360 hm | ca. 2–3 Std.
Die Wanderung durchs Klausbachtal zur Bindalm vereint gemütliche Talwanderung, einen Adler-Beobachtungsplatz und eine spektakuläre Hängebrücke mit echter Almbelohnung und tollem Bergblick. Definitiv eine der besten leichten Wanderungen in Berchtesgaden.
Kurze Wegbeschreibung:
Los geht’s am Parkplatz Hirschbichlstraße. Von hier folgst du zunächst kurz der Teerstraße, bevor nach wenigen Metern ein breiter Schotterweg links abzweigt. Entspannt und nahezu flach für die Route ab hier ins Tal hinein. Nach etwa 20 Minuten erreichst du dann das erste Highlight: den Adler-Beobachtungsplatz. Mit etwas Glück kreisen hier Steinadler über dir.
Weiter geht’s taleinwärts, bis eine beeindruckende Hängebrücke über den Klausbach führt (kann auch umgangen werden). Der Anblick mit den sogenannten Ramsauer Dolomiten im Hintergrund ist ein absolutes Postkartenmotiv. Danach zieht der breite Weg leicht steiler bergauf bis zu den schönen Almflächen und urigen Hütten der Bindalm.
Zurück kannst du entweder den gleichen Weg nehmen oder mit dem Almerlebnisbus fahren. Er hält nur wenige Meter von der Bindalm entfernt.
Einkehr:
Die Bindalm bewirtet Gäste in der Sommersaison. Es gibt zünftige, selbstgemachte Brotzeiten und leckere Kuchen, aber keine warmen Gerichte. Tolle Aussicht hier!
Unser Tipp:
Die beste Jahreszeit ist Anfang Juni bis September zu den Almöffnungszeiten. Wer im Frühling kommt, erlebt das Tal im satten Frühlingsgrün, dafür hatte die Alm aber geschlossen.
Mehr Infos in diesem Beitrag: Klausbachtal Wanderung
Die genaue Route durchs Klausbachtal findest du auf unserem Komoot-Profil.
Start:
Parkplatz Hirschbichlstraße
Dauer:
ca. 2 – 3 Std.
Kinder:
ab 6 Jahren / Kinderwagen: Ja (breiter Forstweg)
Winter:
Möglich je nach Schneelage
Länge:
ca. 14,5 km (Hin & Zurück)
Höhenmeter:
ca. 360 hm
Hund:
Leinenpflicht im Nationalpark
Einkehr:
Bindalm (Sommer geöffnet)
Praktische Tipps für deine Auszeit in Berchtesgaden
Parken: Kostenlose Parkplätze sind in der Region selten. Am Hintersee kostet ein Tagesparkschein rund 9 € (Stand 2026), am Königssee ist der Großparkplatz ähnlich teuer. Am Toten Mann dagegen nur 4 €.
Wanderbus: Für viele Startpunkte gibt es Busverbindungen ab Berchtesgaden Hauptbahnhof. Die Buslinie 846 fährt zum Beispiel Richtung Ramsau und Hintersee. Mit dem Gästebus sparst du dir die Parkplatzsuche, das Geld für die Parkgebühren und bist trotzdem schnell am Startpunkt der jeweiligen Tpur.
Beste Apps: Komoot fürs Navigieren, Meteoblue oder Bergfex fürs Wetter und die App der Bergrettung „SOS EU ALP“ für zusätzliche Sicherheit.
Wandern mit Hund in Berchtesgaden
⚠️ Wichtig: Im Nationalpark Berchtesgaden gilt ganzjährige Leinenpflicht für Hunde. Das gilt für alle Touren, die durch den Nationalpark führen. Also besonders rund um Königssee, Hintersee, Wimbachklamm und Klausbachtal. Außerhalb des Nationalparks, z.B. auf der Kneifelspitze oder dem Soleleitungsweg, ist das Leinengebot etwas lockerer, auf Almflächen mit Weidetieren müssen Hunde trotzdem an die Leine. Wasser gibt es ja nach Tour manchmal unterwegs an Bachläufen oder eben an den Hütten.
FAQ – Häufige Fragen zu leichten Wanderungen in Berchtesgaden
Welche Ausrüstung brauche ich für leichte Wanderungen in Berchtesgaden?
Festes Wanderschuhwerk ist Pflicht – auch auf leichten Wegen können Wurzeln und nasse Steine gefährlich werden. Dazu: Regenjacke (das Wetter kann schnell wechseln), Trinkwasser, kleiner Snack. Im Winter empfehlen wir immer Grödel im Rucksack.
Was kostet der Eintritt in die Wimbachklamm?
4 € pro Person (ab 7 Jahren), Stand 2026. Zahlung nur mit Bargeld und Scheinen bis 20 € am Automaten. Kinder unter 7 Jahren frei.
Welche leichte Wanderung bietet den schönsten Blick auf den Watzmann?
Für das klassische Watzmann-Panorama: die Kneifelspitze. Aber auch der Tote Mann bietet einen tollen Blick auf Watzman und Hochkalter.
Wie lange sollte ich für eine leichte Tour mit Kindern einplanen?
Mit Kindern immer mindestens 30 % mehr Zeit einplanen als angegeben. Pausen und Entdeckungen am Wegrand sind deutlich häufiger als bei Erwachsenen. 😉
Welche leichten Wanderungen in Berchtesgaden gehen auch bei schlechtem Wetter?
Die Wimbachklamm macht bei leichtem Regen sogar noch mehr Spaß, aber auch der Zauberwald ist bei Niesel und Nebel ein echtes Highlight.
Gibt es kostenlose Parkplätze an den Wanderausgangspunkten?
Ehrliche Antwort: selten. Die meisten größeren Parkplätze (Hintersee, Königssee, Wimbachbrücke) sind kostenpflichtig. An der Kneifelspitze und dem Toten Mann gibt es kleine kostenlose Möglichkeiten, die sind aber früh voll. Unser Tipp: Wanderbus nutzen und Parkgebühren sparen.
Welche ist die leichteste Wanderung in Berchtesgaden?
Die leichteste Tour ist ohne Frage der Hintersee-Rundweg: 3,6 Kilometer und nur 40 Höhenmeter. Die Tour ist ganzjährig zugänglich und dauert mit Pausen etwa eine Stunde. Als zweite Empfehlung: die Wimbachklamm. Noch kürzer, für kleine Kinder aber ein echtes Highlight.
Welche Wanderungen passen zu uns als Familie?
Das kommt auf das Alter der Kinder an:
Mit Kinderwagen: Hintersee-Rundweg (ohne Zauberwald), Malerwinkel-Rundweg am Königssee (ohne Rabenwand), Soleleitungsweg & Klausbachtal zur Bindalm.
Kinder ab 4-5 Jahren: Wimbachklamm & Mordaualm (je nachdem wie fit das Kind ist).
Kinder ab 6-8 Jahren: Toter Mann & Kneifelspitze. Etwas mehr Höhenmeter, aber immer noch leicht und mit echtem Gipfelerlebnis.
Welche leichten Wanderungen in Berchtesgaden gehen auch im Winter?
Viele der gezeigten Touren sind auch im Winter wunderbar zu gehen. Ganzjährig und meist ohne Grödel: Hintersee-Rundweg, Soleleitungsweg (wird geräumt und gestreut) und Toter Mann. Mit Grödeln oder Schneeschuhen: Kneifelspitze, Mordaualm, Malerwinkel & Klausbachtal. Im Winter geschlossen: Wimbachklamm (1. November bis 1. Mai).
Unser Rat: Grödel sicherheitshalber immer im Rucksack mitnehmen. Man weiß nie, wie es an schattigen Stellen aussieht.
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