Hiroshima: die besten Sehenswürdigkeiten und Tipps für Japans Friedensstadt

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Wer an Hiroshima in Japan denkt, dem kommt unweigerlich eines der tragischsten Ereignisse der Menschheit in den Sinn. Am frühen Morgen des 6. August 1945 explodierte die Atombombe „Little Boy“ über Hiroshima und zerstörte die komplette Stadt. Die Explosion tötete sofort 100.000 Menschen und 130.000 weitere starben an den Folgeschäden.

Heute ist Hiroshima zum Glück wieder aufgebaut und mittlerweile als Friedensstadt Japans bekannt. Es erinnern zwar einige Denkmäler an die Tragödie vor über 70 Jahren, dennoch strahlt die Stadt Ruhe, Frieden und vor allem Hoffnung aus.

Zweimal habe ich die Metropole bereits besucht und komme immer wieder gerne zurück. In diesem Beitrag zeige ich euch nun die besten Hiroshima Sehenswürdigkeiten und verrate euch weitere nützliche Tipps wie Unterkünfte, Restaurants, Anreise und mehr.

Gastbeitrag:

Mein Name ist Katharina und Japan ist mein absolutes Traumland! Ich habe bereits über 2 Jahre vor Ort gelebt und mein großes Ziel ist es, in ein paar Jahren komplett nach Japan auszuwandern. Solange ich die Sprache lerne, bereise ich Japan als Tourist und teile meine Abenteuer auf meinem Japanblog: www.japandiary.de

Autorenbio für Japan von Kathi

Hiroshima Sehenswürdigkeiten

Auch wenn die Stadt nicht so viele Highlights wie Tokio, Osaka oder Kyoto zu bieten hat, gibt es trotzdem ein paar eindrucksvolle Hiroshima Sehenswürdigkeiten, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Viele davon machen deutlich, wie sehr der Atombombenangriff Hiroshima und Japan geprägt hat.

Ein bis zwei Tage reichen übrigens super aus, um die Stadt zu erkunden und alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen.

Friedenspark Hiroshima

Der Friedenspark befindet sich im Stadtzentrum und ist sowohl für Einheimische als auch Besucher die wichtigste Sehenswürdigkeit in Hiroshima. Der 12 Hektar große Park wurde auf den zerstörten Überresten, die die Atombombe hinterlassen hat, errichtet und fungiert als Gedenkstätte, Mahnmal sowie Naherholungsgebiet.

Dass der Park nicht nur bedeutsam, sondern auch wirklich schön ist, merkt ihr sofort an der ruhigen, friedvollen Atmosphäre, die die gesamte Anlage ausstrahlt. Für mich ist der Friedenspark, trotz der schlimmen Geschichte, einer der bezauberndsten Orte in Hiroshima.

Ein paar der wichtigsten Stopps innerhalb des Parks stelle ich euch nun in den kommenden Abschnitten vor.

Der Friedenspark in Hiroshima Japan
Ein Fluss der durch den Friedenspark führt
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Atomic Bomb Dome

Der Atomic Bomb Dome oder auch die Atombombenkuppel ist die bekannteste Gedenkstätte der gesamten Anlage. Das Gebäude lag nur 140 Meter vom Bodennullpunkt (Ground Zero) entfernt und trotz der zerstörerischen Kraft der Atombombe blieb ein Großteil der Gebäudestruktur erhalten.

Mittlerweile wurde die Atombombenkuppel sogar in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Die Hiroshima Sehenswürdigkeit das Atomic Bomb Dome Gebäude
Das Gebäude Atomic Bomb Dome in Hiroshima Japan

Childrens Peace Monument

Sadako Sasaki – dieser Name gehört einem zweijährigen Kind, das die Atombombenexplosion überlebte, zehn Jahre später aber an den Folgen von Leukämie starb. Ihre damalige Hoffnung auf Heilung waren gefaltete Papierkraniche, die in Japan als Symbol für Langlebigkeit und Glück gelten.

Laut Aberglaube wird jedem Menschen, der 1.000 Papierkraniche faltet, ein Wunsch erfüllt. Also faltete das junge Mädchen einen Vogel nach dem anderen, bis sie nach fast 1.600 Stück am 25. Oktober 1955 verstarb. Geholfen haben ihr die Kraniche am Ende also leider nicht.

Allerdings berührte die Geschichte von Sadako Sasaki ganz Japan, weshalb am 5. Mai 1958 (Tag der Kinder) ein Denkmal eröffnet wurde. Es soll an alle Kinder erinnern, die aufgrund der Atombombe an Leukämie erkrankten und sterben mussten. Außerdem werden jedes Jahr Papierkraniche gespendet, die mittlerweile als Friedenssymbol in Japan bekannt sind.

Ein Kranich am Childrens Peace Monument
Die Statue Childrens Peace Monument im Friedenspark von Hiroshima

Friedensmuseum Hiroshima

Auch ein Friedensmuseum ist Teil der großen Parkanlage. Es hat mir nochmal deutlich vor Augen geführt, wie vernichtend ein Atombombenangriff in Wirklichkeit ist.

Die Ausstellung zeigt nämlich nicht nur hinterlassene Habseligkeiten der Opfer, sondern die wahre Realität des Atombombenwurfs. Stellt euch deshalb auf viele Fotos und Beschreibungen ein, die nichts für Menschen mit schwachen Nerven sind.

Ein Besuch ist definitiv schwere Kost und sehr emotional. Nicht nur einmal habe ich mich dabei erwischt, wie ich mir eine Träne aus den Augenwinkeln wischte und mit leerem Blick regungslos dastand.

Aber genau so muss ein Museum über den ersten Atombombenangriff der Welt einfach sein. Es muss alle Menschen warnen und der Welt zeigen, dass so etwas nie wieder passieren darf.

Zitat des Friedensmuseums in Hiroshima: „No more Hiroshimas“

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Öffnungszeiten:

  • März-Juli: 8:30-18:00
  • August: 8:30-19:00
  • Sept.-Nov.: 8:30-18:00
  • Dez.-Feb.: 8:30-17:00
  • geschlossen: 30./31. Dezember

Eintrittspreis:

200 Yen (ca. 1,20 €)

Victims Memorial Cenotaph

Ein weiterer wichtiger Halt im Friedenspark ist das Victims Memorial Cenotaph. Das Kenotaph ist ein Ehrenmal für alle Opfer des Atomangriffs, egal welcher Herkunft. Im Inneren liegt sogar eine Liste sämtlicher Opfer, die aber nicht einsehbar ist.

Wenn ihr durch das Ehrenmal schaut, seht ihr die Flamme des Friedens und den Atomic Bomb Dome. Das Design der Gedenkstätte soll außerdem an ein altertümliches, japanisches Lehmhaus erinnern, das die Seelen der Opfer vor dem Regen schützt – eine schöne, symbolische Geste!

Inschrift vor dem Ehrenmal: „Lasst alle Seelen hier in Frieden ruhen, denn wir wollen das Böse nicht wiederholen!“

Frau mit Kindern am Victims Memorial Cenotaph in Hiroshima Japan
Eine tolle Sehenswürdigkeit ist die Burg von Hiroshima

Burg Hiroshima

Neben dem Friedenspark ist die große Burg die zweitwichtigste Sehenswürdigkeit von Hiroshima. Wie alles andere wurde auch sie durch die Atombombe komplett vernichtet. Ihr Ursprung liegt allerdings Ende des 16. Jahrhunderts.

Der Wiederaufbau der Burg dauerte bis 1958 und im Inneren könnt ihr heute ein Museum über die Geschichte der Stadt vor dem Krieg finden. Die Ausstellung ist zwar nicht sonderlich groß, aber sehr interessant.

Außerdem erwartet euch ein toller Blick über den Park, sobald ihr an der Spitze der Burg angekommen seid. Ein Besuch lohnt sich also!

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Öffnungszeiten:

  • März-Nov.: 9:00-18:00
  • Dez.-Feb.: 9:00-17:00
  • geschlossen: 29.-31. Dezember

Eintrittspreis:

370 Yen (ca. 2,20 €)

Webseite:

Die Burg Hiroshima in Japan
Eine tolle Sehenswürdigkeit ist die Burg von Hiroshima

Gokoku Schrein

Weiter geht es mit dem Gokoku Schrein. Auch er lag nach dem zweiten Weltkrieg in Trümmern und wurde später wieder aufgebaut. Außerdem steht er direkt neben der Burg, weshalb sich beide Sehenswürdigkeiten gut miteinander verbinden lassen.

Heutzutage finden hier regelmäßige Events und religiöse Zeremonien statt, zum Beispiel das Setsubun-sai: ein kleines „Festival“, um jedes Jahr am 3. Februar den Frühlingsbeginn zu markieren und böse Dämonen (Oni) abzuwehren.

Dazu werden geröstete Sojabohnen in die Menge geworfen, die von den feiernden Menschen aufgefangen werden. Zum Schluss schießt ein Priester mit Pfeil und Bogen auf das Bild eines Dämonen. Die ganze Zeremonie ist super spannend und macht extrem viel Spaß. Auch als Tourist darf man nämlich teilnehmen.

Der Tempel auf dem Gelände des Gokoku Schreins
Menschen auf dem Event Setsubun Sai in Hiroshima
Der Gokoku Schrein von Außen in Hiroshima Japan

Insel Miyajima

Wenn ihr ein oder zwei Nächte in Hiroshima verbringen wollt, solltet ihr unbedingt einen Ausflug nach Miyajima machen. Sie ist eine meiner absoluten Lieblingsinseln in Japan und liegt nur 20 Kilometer von Hiroshima entfernt.

Das berühmte Highlight der Insel ist der Itsukushima Schrein, dessen rotes Torii-Tor mitten im Meer steht. Wahrscheinlich habt ihr das Bild schon mal gesehen, da es eines der beliebtesten Fotomotive in ganz Japan ist. Auch die hölzerne Senjokaku Halle wird von Touristen oft besucht.

Wenn ihr die Massen etwas umgehen wollt, empfehle ich euch die etwas kleineren Tempel und Schreine, wie zum Beispiel den sehr sehenswerten Daisho-in Tempel. Auch ein Abstecher zum Omoto Park lohnt sich. Hier verirren sich so gut wie keine Touristen her, dafür aber einige zutrauliche Rehe.

Falls ihr nun alles Wichtige über die Insel Miyajima erfahren wollt, dann schaut euch doch mal meinen ausführlichen Beitrag dazu an: Kommt bald online!

Der Itsukushima Schrein auf der Insel Miyajima in Hiroshima Japan
Das Torii-Tor am Itsukushima Schrein auf der Insel Miyajima

Hotels & Unterkünfte

Die beste Lage für ein Hotel in Hiroshima ist die Innenstadt. Von dort könnt ihr alle Sehenswürdigkeiten problemlos zu Fuß erkunden. Passend dazu stelle ich euch nun zwei sehr gute Unterkünfte vor, in denen ich selbst schon übernachtet habe.

Oriental Hotel Hiroshima

Das Oriental Hotel ist eine relativ preiswerte Unterkunft im westlichen Stil. Ich entschied mich für das günstigste Doppelzimmer und war sehr zufrieden. Es war zwar recht klein (wie alle Zimmer in Japan), dafür aber sehr sauber inklusive tollem Blick auf die Stadt. Auch das freundliche, zuvorkommende Personal des Hotels hat mich von Anfang an überzeugt.

Wenn ihr wollt, könnt ihr außerdem ein leckeres Frühstück dazu buchen und das hotelinterne Restaurant für weitere Mahlzeiten wie Mittag- oder Abendessen nutzen. Das Essen hier schmeckt wirklich sehr gut, ist allerdings kein Schnäppchen.

Am Ende kann ich das Oriental Hotel auf jeden Fall weiterempfehlen und würde definitiv wiederkommen.

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Weitere Infos zum Hotel findest du hier: Oriental Hotel Hiroshima*

Zweibett Zimmer im Oriental Hotel in Hiroshima

Santiago Guesthouse Hiroshima

Die zweite Unterkunft ist das Santiago Guesthouse. Es liegt nicht weit vom Oriental Hotel entfernt und ist eher für Low Budget Backpacker geeignet. Während meines Work-and-Travel-Aufenthalts im Jahr 2017 habe ich hier selbst mehrere Wochen gelebt und gearbeitet. Trotzdem ist meine Meinung an dieser Stelle absolut neutral.

Das Gästehaus bietet Alleinreisenden einen gemischten Schlafsaal auf zwei Etagen, sowie mehrere Einzelzimmer für Paare oder Familien. Die meisten Zimmer haben allerdings kein eigenes Bad, stattdessen muss man die Gemeinschaftsbäder mitbenutzen.

Außerdem gibt es eine große Gemeinschaftsküche sowie eine Lounge zum Chillen und Planen eures Aufenthalts. Hier kann es schnell passieren, dass ihr mit anderen Reisenden ins Gespräch kommt und abends gemeinsam um die Häuser zieht.

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Weitere Infos zum Hotel findest du hier: Santiago Guesthouse Hiroshima*

Der Schlafsaal im Santiago Guesthouse in Hiroshima Japan
Der Aufenthaltsraum im Santiago Guesthouse

Weitere Hotel-Tipps für Hiroshima

Falls die von mir vorgestellten Unterkünfte nichts für euch sind, habe ich euch sechs weitere gute Hotels der unterschiedlichen Preisklassen herausgesucht.

Restaurants in Hiroshima

Wie eigentlich überall in Japan ist auch Hiroshimas Küche mega lecker! Zwei Restaurants haben es mir besonders angetan, eines davon hat mittlerweile aber leider geschlossen. Daher kann ich euch nur noch das Okonomi-mura empfehlen.

Okonomi-mura

Ein Okonomiyaki ist eine Art japanischer Pfannkuchen, den ihr in Hiroshima in zwei verschiedenen Varianten bestellen könnt: einmal im Osaka Style und einmal im Hiroshima Style. Beide Arten sind sehr lecker, wobei mir die Hiroshima-Variante immer einen kleinen Tick besser geschmeckt hat.

Doch was ist nun das Okonomi-mura? Ein Food Court vollgepackt mit Okonomiyaki Restaurants! Auf drei Stockwerken verteilt findet ihr 24 Lokale, die allesamt den beliebten Pfannkuchen anbieten – also das reinste Paradies für Okonomiyaki-Liebhaber und alle die es noch werden wollen.

Ich selbst war bei Okonomiyaki Teppei (お好み焼き てっ平) und die Pfannkuchen hier waren extrem lecker – klare Empfehlung!

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Öffnungszeiten:

  • Montag-Sonntag: 11:00-21:00

Webseite:

Adresse:

Der japanische Pfannkuchen Okonomiyaki
Tisch voller Essen im Restaurant No Gyoza No Life

Öffentliche Verkehrsmittel

Hiroshima verfügt über ein gut ausgebautes Straßenbahn- und Busnetz, das euch durch die ganze Stadt bringt. Beide Verkehrsmittel halten an vielen tollen Sehenswürdigkeiten und machen euch das Sightseeing einfacher. Wie schon gesagt lässt sich die Innenstadt aber auch super zu Fuß erkunden.

Die Hiroden Tram (Hiroshima Electric Railway)

Insgesamt gibt es sieben Tram Linien in Hiroshima. Die meisten Straßenbahnen sind neue Modelle, die aus dem Ausland importiert wurden und das gesamte Zentrum abdecken. Ein Einzelfahrschein für den Stadtkern kostet 180 Yen (ca. 1,10 Euro).

Das hier sind alle Linien in der Kurzzusammenfassung:

  • Nr. 1 (orange): Hiroshima Station bis nach Hiroshima Port
  • Nr. 2 (rot): Hiroshima Station bis nach Miyajima-guchi
  • Nr. 3 (blau): Nishi-Hiroshima Station bis nach Hiroshima Port
  • Nr. 5 (grün): Hiroshima Station bis nach Hiroshima Port
  • Nr. 6 (gelb): Hiroshima Station bis nach Eba
  • Nr. 7 (dunkelgrün): Yokogawa Station bis nach Hiroden honsha-mae
  • Nr. 8 (pink): Yokogawa Station bis nach Eba

Hiroshima-Tipp: Neben den modernen Bahnen gibt es noch zwei historische Bahnen, die aus dem Zweiten Weltkrieg stammen und die Atombombe überlebt haben. Sie wurden restauriert und fahren immer noch durch die Stadt. Beide Trams sind tolle Touristenattraktionen und eine Fahrt damit ist echt spaßig! Allerdings fahren sie immer auf unterschiedlichen Linien. Ihr braucht also etwas Glück, um sie zu erwischen.

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Weitere wichtige Infos zum Tram-Netz in Hiroshima: Linien, Preise & mehr

Öffentlicher Bus

In Hiroshima gibt es zwei öffentliche Bus-Gesellschaften: den Hiroden und die Hiroshima Bus Company. Der Hiroden-Bus ist olivgrün mit weißen Streifen, der Hiroko-Bus ist weiß mit orangen Streifen.

So fahrt ihr in Hiroshima mit den öffentlichen Bussen: Steigt in der Mitte des Buses ein und zieht ein nummeriertes Ticket, das der Automat rechts von euch ausspuckt. Die Nummer auf dem Ticket zeigt euch an, bei welcher Station ihr eingestiegen seid.

Anschließend zahlt ihr den Fahrtpreis vorne beim Busfahrer, sobald ihr aussteigt. Der Preis wird nach Anzahl der gefahrenen Stationen berechnet und euch auf einem Monitor beim Aussteigen angezeigt.

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Weitere Infos zum Bus-Netz in Hiroshima: Hiroden Bus & Hiroko-Bus (nur auf japanisch)

Sightseeing-Loop-Busse

Neben den normalen Bussen gibt es auch mehrere Sightseeing-Loop-Busse in Hiroshima, die mit einem Japan Rail Pass kostenlos sind. Ansonsten kostet eine Einzelfahrt 200 Yen (ca. 1,20 €) und ein Tagespass 400 Yen (ca. 2,40 €). Die Loop-Busse verbinden alle wichtigen Sehenswürdigkeiten miteinander.

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Weitere Infos über Linien und Stationen der Loop-Busse: Hiroshima Sightseeing Busse

Anreise nach Hiroshima

Um nach Hiroshima zu kommen, habt ihr die Wahl zwischen zwei verschiedenen Transportarten. Beide stelle ich euch kurz in diesem Abschnitt vor.

Anreise mit dem Bus

Der Bus lohnt sich, wenn ihr keinen Japan Rail Pass habt und trotzdem günstig nach Hiroshima kommen wollt. Von Osaka fahren Busse ab 2.500 Yen (ca. 15,00 €) in die Stadt. Die Fahrt dauert zwar deutlich länger (ca. sechs Stunden), für Sparfüchse ist sie dennoch eine tolle Alternative zum Zug. Die Ticketpreise sind übrigens abhängig von Tag und Uhrzeit. Auf dieser Website könnt ihr Busverbindungen & Kosten checken sowie Tickets buchen.

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Jetzt Tickets buchen: 12go.asia*

Anreise mit dem Zug

Der Zug ist die schnellste, aber auch manchmal teuerste Möglichkeit, um nach Hiroshima zu fahren. Je nachdem wo ihr startet und welchen Zug ihr nehmt, ändert sich der Preis stark. Vor allem der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen kann euch ohne Japan Rail Pass* viel Geld kosten. Falls ihr Infos über den nützlichen Rail Pass benötigt, schaut euch doch folgenden Beitrag von Sara und Marco an: Japan Rail Pass – Unsere wichtigsten Infos zu Preisen, Kauf und Nutzung

Die meisten Reisenden kommen übrigens mit dem Zug aus Osaka, da es der nächste berühmte Stopp ist. Von hier dauert die Fahrt ca. 90 Minuten bis nach Hiroshima und die sinnvollste Linie ist die Tokaido-Sanyo Line. Steigt am besten an der Shin Osaka Station ein und an der Hiroshima Station aus. Ohne Rail Pass kostet das Ticket 9.710 Yen (ca. 58,20 €) pro Person und ohne Sitzplatzreservierung.

Shinkansen Zug in Japan
Regionalzug in Japan

Weitere Hiroshima Tipps

Zum Schluss des Beitrags habe ich noch ein paar allgemeine Hiroshima-Tipps für euch zusammengestellt. Es geht um den Touristen Pass für öffentliche Verkehrsmittel und um Tour Guides, die euch Hiroshima als Insider zeigen.

Hiroshima Tourist Pass

Der Hiroshima Tourist Pass ist eine All-Inclusice-Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel in Hiroshima. Im Preis inbegriffen ist die kostenlose Nutzung aller Bus- sowie Tramlinien. Auch die Fähre, die auf die Insel Miyajima fährt, ist inkludiert. Außerdem gibt es den Pass in drei verschiedenen Ausführungen:

  • Small Area Pass: deckt hauptsächlich die Innenstadt, die Fahrt zur Miyajima-Fähre sowie die Fähre selbst ab. Der Pass kostet 1.500 Yen (ca. 9,00 €) und kann zwei Tage lang genutzt werden.
  • Middle Area Pass: ähnelt dem Small Area Pass, allerdings könnt ihr damit auch Highway-Busse nutzen. Lohnt sich für Tagesausflüge außerhalb der Stadt. Der Pass kostet 2.500 Yen (15,00 €) und kann drei Tage lang genutzt werden.
  • Wide Area Pass: wie der Middle Area Pass, allerdings deckt er mehr Städte wie z. B. Iwakuni, Takehara oder Fukuyama ab. Der Pass kostet 3.500 Yen (21,00 €) und kann drei Tage lang genutzt werden.

Kaufen könnt ihr den Pass übrigens am Flughafen, am Hauptbahnhof Hiroshima Station, an der Hiroshima Miyajima Tourist Information und an weiteren Verkaufsstellen. Alle wichtigen Infos zum Pass könnt ihr auf der offiziellen Website nachlesen: Hiroshima Tourist Pass

Touren und Stadtführungen

Hiroshima eigenständig zu erkunden ist zwar sehr schön und problemlos möglich, allerdings sieht man dadurch oft nur typische Touristen-Highlights. Um etwas tiefer in die Geschichte der Stadt einzutauchen und echte Insider-Tipps kennenzulernen, könnt ihr einen einheimischen Guide buchen, der Hiroshima in- und auswendig kennt. Zwei empfehlenswerte Touren sind diese hier:

1. Hiroshima wie ein Einheimischer – individuelle Tour*:

Privater Rundgang durch die Innenstadt. Ihr seid nicht in einer größeren Gruppe, sondern alleine mit eurem Guide unterwegs. Dadurch kann die Führung an eure Wünsche angepasst werden. Ihr entscheidet selbst, wie lang die Tour gehen soll: zwei bis sechs Stunden sind möglich.

2. Fahrrad-Friedenstour in Hiroshima*

Zwei- bis dreistündige eBike-Tour mit einem einheimischen Guide durch den Friedenspark. Sehr spannend wenn ihr mehr über den Einschlag der Atombombe in Hiroshima wissen wollt!

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Hiroshima liegt zwischen den Monaten April und Oktober. Ich persönlich finde den Frühling (April und Mai), sowie den Herbst (September und Oktober) am angenehmsten. Es ist weder zu kalt noch zu heiß.

Außerdem stehen in der ersten Aprilwoche die Kirschblüten in voller Blüte und im Peace Park findet das jährliche Kirschblütenfest (Hanami) statt. Im goldenen Herbst verfärben sich dagegen die Blätter der Bäume in wunderschöne Orange-, Rot- und Brauntöne.

Der Sommer selbst wird jedes Jahr sehr heiß. Vor allem im Juni, Juli und August sind Temperaturen weit über 30 Grad keine Seltenheit. Außerdem regnet es im Juni und Juli relativ häufig.

Im Winter ist es ziemlich kalt. Für euch heißt das: Minustemperaturen und Schnee gehören in Hiroshima genauso dazu wie in Deutschland. Dezember, Januar und Februar sind am kältesten und unangenehmsten.

Wart ihr schon selbst in Hiroshima und kennt noch weitere Sehenswürdigkeiten? Oder habt ihr noch eine Frage zu Hiroshima in Japan? Dann schreibt uns gerne einen Kommentar!

Sara & Marco vom Outdoorblog Love & Compass auf einer Skitour

Über die Autoren

Hey! Wir sind Sara & Marco. Die meiste Zeit findest du uns in den Bergen, beim Essen oder bei beidem gleichzeitig. Unsere Wahlheimat ist das Berchtesgadener Land und unser Lieblingsberg der Watzmann. 😉 Auf unserem Outdoor-Blog Love & Compass teilen wir die besten Tipps und Touren für eine geile Zeit in der Natur mit dir. Wir freuen uns extrem, dass du hier bist und wünschen dir ganz viel Spaß beim Stöbern!

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